18:0019:00
25. Mai
( Literatur )
Filiz Tasdan
Mit ihrer Beobachtungsgabe, ihrem grandiosen Timing und ihren ausgeklügelten Jokes gehört Filiz Tasdan zur absoluten Top Riege der deutschen Stand Up Szene. Zwischen derben Punchlines und messerscharfer Analyse schlängelt sich die Berlinerin durch ihre Shows, schlägt den Bogen von einfachen Fantastereien zu einer ballernden Abschlusspointe!

Egal ob kleine verrauchte Stand Up Bars, Clubbühnen, Mercedes-Benz-Arena oder Elbphilharmonie: Filiz kennt jede Art von Bühne in und auswendig. Sie balanciert auf dem schmalen Grad zwischen Unterhaltung und Beleidigung, spielt mit Erwartungshaltungen und mixt das alles zu den zwei vielleicht besten Stunden der aktuellen Stand Up Szene. Denn das ist ihr Programm: 

„Super Plus“ – der Name sagt eigentlich alles aus was man über Filiz‘ Comedy wissen muss:ein wenig größer, ein wenig lustiger, eine Spur doller: Super Plus eben.
18:3019:00
25. Mai
( Literatur )
Hagen Rether „Liebe“
„Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenkangebot. Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“.
In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien.
Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, schmerzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen.
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