In den 1960er Jahren werden über feministische Interventionen ins politisch gefasste Private patriarchale Grundrisse aufgebrochen. Architekt_innen und Künstler_innen thematisieren das Häusliche als eine von (vergeschlechtlichten) Differenzlinien und Herrschaftsformationen durchzogene Sphäre und entwerfen ausgehend von historischen Vorbildern utopische und politische Raumstrukturen. Zur selben Zeit entwickeln ‚männliche‘ Architektengruppen wie Haus-Rucker-Co visionäre Architekturen, die den (Wohn-)Raum (hetero-)sexuell konnotieren und geschlechtlich codieren. Der Vortrag nährt sich visionärer Architektur als Diskus- und Praxisfeld an, spürt politischen Auf- und Umbrüchen nach und stellt historische und zeitgenössische queer_feministische Raumpraxen vor.
Rosanna Umbach ist Kunstwissenschaftlerin und forscht zum Verhältnis von Wohnen und Gender in Kunst, Architektur und Gesellschaft. Seit 2023 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) an der Universität Bremen in Kooperation mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender und unterrichtet an verschiedenen internationalen Universitäten und Hochschulen. Sie ist Redakteurin bei der FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. Gemeinsam mit Amelie Ochs arbeitet sie im Projekt Wohnen mit Klasse an den Interdependenzen von Wohnen und Klasse/Klassismus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind queer_feministische Kunst/Wissenschaft und Architektur/Theorie, Wohn- und Stadtraumpolitiken sowie Diskurse von Sexualität, Arbeit und Körper in Kunst, visueller Kultur und Architektur. In ihrem Habilitationsprojekt untersucht sie Erotische InExterieurs und das Verhältnis von Sexualität, Raum und Geschlecht von der Moderne bis in die Gegenwart. Als Mariann-Steegmann-Stipendiatin hat sie zu visuellen Politiken des Familialen in der Zeitschrift Schöner Wohnen (1960–1979) promoviert. 2025 erscheint ihre Dissertation Un/Gewohnte Beziehungsweisen. Visuelle Politiken des Familialen in der Zeitschrift »Schöner Wohnen«, 1960–1979 im transcript Verlag.
Nach dem rauschenden Geburtstagsfest im Januar startet die Dresdner Lesebühne Sax Royal am Mittwoch, den 19. Februar, in eine neue Saison ihres Schaffens. Das schreibende Ensemble aus Michael Bittner, Roman Israel, Max Rademann und Gesine Schäfer hat – nach einer angemessenen Zeit der Ausnüchterung – wieder zu den Stiften gegriffen und brandneue Geschichten, Satiren, Poeme, Essays und Lieder zu Papier gebracht. Wie jeden Monat fügt sich dies alles zu einem Programm, in dem es um die großen Fragen des Daseins und den aktuellen Wahnsinn des Weltgeschehens ebenso geht wie um die ganz kleinen, absurden Abenteuer des Alltags. Die Menschheit wird am Ende des Abends nicht gerettet sein, aber das Publikum die GrooveStation beträchtlich heiterer und ein bisschen weiser verlassen. Wie immer begrüßt die Lesebühne auch noch einen Gast, diesmal ist es Uli Hannemann aus Berlin.
Uli Hannemann geboren 1965 in Braunschweig, lebt als Autor in Berlin. Er ist Mitglied der traditionsreichen Lesebühne „LSD – Liebe statt Drogen“. Seine Satiren und Kolumnen amüsieren regelmäßig die Leser der taz. Nicht weniger als zehn Bücher hat er bereits veröffentlicht, darunter den Bestseller „Neulich in Neukölln“ über seinen Heimatbezirk und zuletzt das Alterswerk „Oh nee, Boomer! Wenn früher plötzlich alles besser wird“.
Nach ihrer Japantournee 2023 ist „The RHQ“ wieder in Europa zu erleben. Die Band kombiniert in ihrem Programm traditionelle und moderne Einflüsse und interpretiert Melodien aus verschiedenen Kulturen in einer abwechslungsreichen Kunst. Ein Konzert, das vor allem für Jazzliebhaber interessant ist.
Herwig Gradischnig, Tenorsaxofonist und Frontmann der Gruppe, überzeugt mit seinem fundierten Stil und seiner tiefen Vertrautheit mit der Jazztradition. 1968 in Bruck an der Mur geboren und heute in Wien lebend, unterrichtet er außerdem an der Privatuniversität JAM Music Lab.
Gitarrist Paul Brändle ergänzt die Band mit seinem Sinn für Harmonie und Melodie. Seine ruhige, durchdachte Spielweise gibt der Musik eine besondere Färbung.
Der aus Lecce in Italien stammende Bassist Giampaolo Laurentaci bildet das rhythmische Rückgrat der Band. Mit einer finanzierten Ausbildung am Prins Claus Conservatorium in Groningen und der Escola Superior de Música de Catalunya in Barcelona bringt er ein tiefes Verständnis für die Jazztradition mit.
Rick Hollander, Bandleader und Schlagzeuger, ergänzt den Sound der Band mit seiner vielseitigen Spielweise. Ob am Schlagzeug oder an der Steeldrum, sein Spiel gibt der Musik eine klare Struktur und Dynamik.
Wasted Youth Club Explosive, energetic, and fueled by sweat, these are the defining qualities of the Garage Psy Punk sound of the Dutch band Wasted Youth Club. Their fuzzy, chaotic live shows are known for tearing down venues and breaking down the boundaries between the audience and the band. Wasted Youth Club draws inspiration from surviving the 21st century as four friends navigating their quarter-life crisis, as well as from bands such as FIDLAR, Oh Sees, and Wine Lips.